Amazon Style Travel

Kulturabenteuer in Brasilien

Reisevorbereitungen, allgemeine Informationen, Empfehlungen

Reisedokumente

Als deutscher Staatsbürger benötigen Sie für die Einreise nach Brasilien kein Visum, sondern lediglich einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist (für Aufenthalt bis zu 90 Tagen). Bitte achten Sie für die Einreisestempel auf ausreichend freie Seiten in Ihrem Pass. Während des Fluges erhalten Sie eine Einreisekarte, die Sie bitte ausfüllen und dann während der gesamten Reise aufbewahren müssen. Sie sollten in Brasilien jederzeit Ihren Reisepass oder zumindest eine Kopie mit sich führen. Außerdem kann es sinnvoll sein, Kopien von wichtigen Papieren zusammen mit Ihren Flugdaten zu Hause zu hinterlegen.

Sind Sie kein deutscher Staatsbürger, so sollten Sie sich rechtzeitig über eventuell abweichende Visabestimmungen bei der brasilianischen Botschaft informieren:

Brasilianische Botschaft in Berlin
Wallstrasse 57
10179 Berlin
Tel.: +49-30-72628-0
URL: http://berlim.itamaraty.gov.br/de/

Weitere Informationen zu Einreisebestimmungen und zur Sicherheit in Ihrem Reiseland finden Sie unter:

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/Nodes/BrasilienSicherheit_node.html

Gesundheit

Die medizinische Versorgung in Brasilien ist in den größeren Städten mit Europa zu vergleichen. Im Amazonasgebiet ist der Standard nicht so hoch. Sofern man nicht auf bestimmte Medikamente angewiesen ist, braucht man im Grunde keine mitzunehmen, außer einem Mückenschutzmittel, einem Durchfallmittel, einer Salzlösung gegen Austrocknung sowie Sonnencreme. Es wird von uns empfohlen, sich rechtzeitig vor der Abreise mit Ihrem Arzt in Verbindung zu setzen, um sich über entsprechende Gesundheitsvorsorgen und die evtl. Impfungen zu informieren. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät unabhängig vom Reiseziel, gegen Polio, Tetanus, Diphtherie und Hepatitis geimpft zu sein. Bei Reisen in Entwicklungsländer empfiehlt sie generell die Typhus- und die Tollwutimpfung.

Sie sollten sich rechtzeitig informieren, ob für Ihre Reiseroute und Reisezeit andere
Infektionskrankheiten (z.B. Malaria, Gelbfieber etc.) ein Risiko darstellen und welche Impfschutzund andere Prophylaxemaßnahmen sinnvoll sind. Hierbei möchten wir auf allgemeine Informationen, insbesondere von Gesundheitsämtern, Tropenmedizinern oder von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hinweisen. Gute Informationsmöglichkeiten bieten außerdem das Centrum für Reisemedizin (www.crm.de), das Reisemedizinische Zentrum des Bernhard-Nocht-Instituts (www.gesundes-reisen.de) und das Robert Koch Institut (www.rki.de). Über Medikamente, die Durchfälle verhindern oder beheben können, sollten Sie sich mit Ihrem Arzt unterhalten.

Falls Sie einen internationalen Impfpass haben, ist es ratsam, eine Kopie davon mitzunehmen.

Essen Sie nur Fleisch und Gemüse, das gut durchgekocht oder -gebraten ist. Vor allen Dingen im Fleisch können Parasiten sein, die Durchfall verursachen. Vermeiden Sie gewaschene, ungekochte Lebensmittel wie Salate aber auch Eiswürfel. Trinken Sie nur abgekochtes Wasser, Kaffee oder Tee und Mineralwasser, das es überall zu kaufen gibt (auf Original-Verschluss der Flasche achten!) Vermeiden Sie hastiges Trinken von eisgekühlten Getränken.

Die Angaben zur Gesundheitsvorsorge sind nur als Empfehlungen anzusehen, dafür kann von Amazon Style Travel-Reisen Reisen verständlicherweise keine Haftung übernommen werden. Eine weiterführende Impfberatung, da hierzu eine medizinische Ausbildung von Nöten wäre.

Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Geld

Brasilien besitzt seit 1994 eine neue Währung, den Brasilianischen Real (BRL). Ein Brasilianischer Real ist unterteilt in 100 Centavos. Die aktuellen Wechselkurse können Sie bei OANDA (www.oanda.com/lang/de/currency/converter) abfragen.

Ein Umtausch von USD ist am Flughafen, im Hotel oder bei den örtlichen Banken problemlos möglich. Auch Euro können in der Regel recht unkompliziert getauscht werden. Der Umtausch von Reiseschecks gestaltet sich manchmal etwas umständlicher, und auch der Wechselkurs kann etwas schlechter ausfallen, dafür besteht der Vorteil, dass die Reiseschecks gegen Verlust und Diebstahl versichert sind. Internationale Kreditkarten wie Visa und American Express werden in vielen großen Restaurants und Geschäften akzeptiert, trotzdem ist es immer wieder erstaunlich, dass Kreditkarten oft abgelehnt werden. Deshalb fragen Sie, falls Sie eine Kreditkarte benutzen wollen, vorher immer noch einmal nach.

Bitte beachten Sie, dass wir auf dieser Reise nur an wenige Orte kommen, an denen Sie Geld tauschen können. Daher empfehlen wir Ihnen, am Flughafen von Recife bzw. von Belém ca. 250-300 USD/EUR p.P. in Real zu tauschen. Mit einer Kredit- oder EC-Karte (Maestro) und der PIN-Nr. können Sie an den Automaten auch Bargeld abheben.

Viele Banken haben die ec-Karte für Abhebungen im außereuropäischen Ausland gesperrt. Bitte setzen Sie sich diesbezüglich vor der Abreise mit Ihrer Bank in Verbindung.
Pro Woche sollten Sie mit etwa EUR 200,- für Extraausgaben rechnen, wie z.B. für Mahlzeiten, Eintrittsgelder und fakultative Ausflüge. Dies ist natürlich nur ein Richtwert, Ihre persönlichen Ausgaben können höher oder auch niedriger sein. Es ist immer sinnvoll, einen Reservebetrag für unvorhergesehene Ausgaben bei sich zu haben, z.B. für spezielle Souvenirs oder medizinische Kosten.

In diesen Ländern ist es üblich, Trinkgeld zu geben. Dies stellt häufig einen nicht unerheblichen Teil des Monatseinkommens für viele Menschen dar. Damit Sie nicht ständig selber Trinkgeld geben müssen, haben wir eine gemeinsame Trinkgeldkasse eingerichtet. Zu Beginn der Reise wird Ihre Reisebegleitung Sie bitten, einen bestimmten Betrag einzuzahlen, der für Trinkgelder an Hotelpersonal und Busfahrer verwendet wird. Ihre Reisebegleitung führt einen Nachweis über diese Ausgaben, den jeder Reiseteilnehmer selbstverständlich jederzeit einsehen kann.

Hinweise zum Reiseverlauf

Amazon Style Travel-Reisen laufen nicht nach einem festen, unflexiblen Reiseschema ab. Die aufgezeigte Reiseroute steht fest. Darüber hinaus besteht an den einzelnen Aufenthaltsorten die Möglichkeit, unterschiedlichste Ausflüge durchzuführen, von denen einige auf dieser Seite aufgeführt sind. Ihr Reisebegleiter bietet an fast allen Tagen ein Programm bzw. mögliche Ausflüge an. Die Teilnahme an den Angeboten ist jedoch nicht bindend; es ist Ihnen überlassen, die Programm- und Ausflugsangebote anzunehmen. Sie können dies alleine oder in kleineren Gruppen durchführen oder den Tagesablauf ganz individuell gestalten.

Wir bitten Sie darum, mit der Gruppe und Ihrem Reisebegleiter in Rücksprache zu treten, wenn Sie eigene Tagesgestaltungsmöglichkeiten in Betracht ziehen. Dadurch wahren Sie die Interessen Ihrer Reisegefährten und erhalten vielleicht noch manchen interessanten Tipp von Ihrem Begleiter.

Bitte berücksichtigen Sie, dass bei dem Charakter unserer Reisen und den örtlichen Gegebenheiten unerwartete Situationen ergeben können, wodurch es passieren kann, dass vielleicht nicht alle geplanten Aktivitäten und Ausflüge durchgeführt werden können oder verändert werden müssen. Auch die Transporte, Unterkünfte und sonstige Beschreibungen des Reiseverlaufs können sich beispielsweise jahreszeitlich bedingt verändern. Der Gesamtzuschnitt der Reise bleibt jedoch in jedem Fall erhalten. Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der örtlichen Gegebenheiten  bei unserer Brasilien- & Amazonasreise nicht überall möglich ist, alternative Exkursionen anzubieten.

Land und Leute

Geschichte

Um 1500 entdeckte die erste portugiesische Flotte, eigentlich auf dem Weg nach Indien,
brasilianisches Land. Der größte dort lebende Stamm (Tupi) war zu diesem Zeitpunkt schon hochentwickelt und nutzte als Existenzgrundlage die Agrarwirtschaft. Doch durch die Eroberung Brasiliens durch die Portugiesen verringerte sich die Zahl der Indios innerhalb eines Jahrhunderts von 5 Mio. auf 4 Mio., wobei die meisten von ihnen bis dato an unbekannten Krankheiten wie Windpocken, Keuchhusten und Tuberkulose starben. Im nächsten Jahrhundert kamen weitere 2 Mio. Indios ums Leben, diesmal meist infolge von Sklavenarbeit und Verteidigungskriegen.

Doch irgendwann setzten die eingewanderten Europäer auf den immer größer werdenden
Zuckerrohrplantagen bevorzugt deportierte Afrikaner als Sklaven ein. Die Indios wurden zu Sklaven der ärmeren Europäer. Heute leben von den damals 5 Mio. Indios nur noch 270.000. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gewann Brasilien an wirtschaftlicher Stärke. Aus diesem Grund wurde das Bestreben nach Unabhängigkeit vom portugiesischen Mutterland wach. Dies führte schließlich dazu, dass Pedro I., Sohn des portugiesischen Königs João VI., am 07. September 1822 die Unabhängigkeit Brasiliens erklärte. Drei Monate später ließ er sich zum Kaiser krönen. Nach dem Sturz Kaiser Pedros II., der die Sklaverei abschaffte, wurde schon bald die Föderative Republik Brasilien ausgerufen, doch das Land entwickelte sich nicht so wie gehofft, da das System zu zentralistisch und autoritär war. In den folgenden Jahren gab es einige Regierungswechsel. Die Regierung des bekannten Präsidenten Juscelino Kubitschek entwickelte ein Programm zur Verstärkung der Industrialisierung Brasiliens. Dieses führte jedoch auch zu großen sozialen Problemen, da sich Brasilien finanziell immer mehr von anderen Ländern abhängig machte. 1964 erlebte Brasilien durch den Militärputsch einen großen Rückschlag in seiner demokratischen Entwicklung, der dann zur Militärdiktatur führte. Die staatliche Kontrolle und Verfolgung verschärfte sich kontinuierlich. Erst ab Mitte der Siebziger Jahre setzte sich eine langsame Demokratisierungswelle in Gang, die 1985 zur Wahl (durch Wahlmänner) des Präsidenten Tancredo Neves führte. Dieser starb noch vor seinem Amtsantritt, wodurch nun José Sarney sein Amt übernahm. Es trat auch eine neue demokratische Verfassung mit Freiheits- und Bürgerrechten in Kraft, die erstmals auch die Indios einschloss.

Nach der Amtszeit Luís Inácio Lula da Silva (allgemein “Lula” genannt) ist nun die erste Präsidentin Brasiliens Dilma Rousseff, die seit Anfang 2011 im Amt ist.

Bevölkerung

Die Bevölkerung Brasiliens ist so vielfältig und interessant wie die brasilianische Landschaft. Besonders in den großen Städten wie Rio de Janeiro und São Paulo leben die unterschiedlichsten Kulturen zusammen.

Im Jahre 1500 lebten insgesamt ca. 5 Mio. Indios in Brasilien. Heute sind es die Weißen
(brancos), die den größten Teil der Bevölkerung ausmachen (55%). Die zweitgrößte
Bevölkerungsgruppe (ca. 40%) sind die Mischlinge (pardos), die aus der Verbindung zwischen Weißen und Indios oder den Weißen und den Schwarzen entstanden ist. Diese Mischehen haben zur Vermischung der Rassen geführt wie nirgendwo sonst auf dem Kontinent. Trotzdem besteht häufig eine klare Abgrenzung, besonders zwischen Arm und Reich. So haben sich die europäischen Einwanderer zum größten Teil im Süden bzw. Südosten niedergelassen, wobei die Portugiesen mit 1,7 Mio. den größten Anteil bilden. Brasilianer mit indianischer Abstammung leben häufig eher im nördlichen Teil des Landes. Das berühmte brasilianische Temperament stammt hauptsächlich von der afrikanischen Bevölkerungsgruppe, die durch ihre Lebensfreude und Ausgelassenheit jeden beeindruckt und erstaunt, besonders wenn man bedenkt, dass diese Menschen aufgrund ihrer Armut und ihrer Rasse viel erleiden und erdulden mussten und auch immer noch müssen.

Flora und Fauna

Brasilien gehört zu den Ländern mit dem größten Artenreichtum, sowohl in Bezug auf die Tierwelt als auch auf seine Pflanzenwelt. Dies trifft vor allem auf das Amazonasgebiet im Norden Brasiliens zu. Der tropische Regenwald des Amazonas beeindruckt durch seine Vielzahl an unterschiedlichen Farn- und Orchideenarten, sowie durch die vielen wunderschönen bunten Vögel und Schmetterlinge. Besonders auffällig sind auch die riesigen Seerosen auf den Seitenarmen des Amazonas. Die größeren Säugetiere, die in Brasilien beheimatet sind, wie zum Beispiel der Jaguar, der Puma, der Tapir und natürlich die vielen Affen leben größtenteils im Norden des Landes. Hier ist im Vergleich zum Landesinneren, das von einer kargen Dornbuschsavanne beherrscht wird, genügend Nahrung vorhanden. Doch der Wald in Brasilien ist bedroht. An der Küste wurde er bereits großflächig abgerodet und musste dem Kaffee- und Zuckerrohranbau weichen. Auch durch die starke Besiedlung des Küstenstreifens sind viele Tierarten vom Aussterben bedroht, da ihre Lebensräume zerstört wurden. Eine Gegenmaßnahme war die Errichtung von Nationalparks, die helfen sollen, ökologisch besonders wertvolle Gebiete wie zum Beispiel die ausgedehnten Mangrovenwälder an der Küste zu schützen. Auch mehrere lokale Schutzprojekte für bedrohte Tierarten wurden gegründet. Im südlichen Teil des Landes ist die Vegetation subtropisch. Besonders beeindruckend sind die ursprünglichen Mischwälder, die man in den vielen Nationalparks bis an die Küste von Rio de Janeiro vorfindet und die einen Lebensraum für eine artenreiche Fauna bilden.

Kriminalität/Sicherheit

Wie in vielen südamerikanischen Ländern, kommt es auch in Brasilien immer mal wieder zu Überfällen, bei denen Geld und Wertsachen geraubt werden. Überfälle auf Einheimische und Touristen finden zumeist in den typischen Ballungs- und Touristenzentren, sowie bei abseits gelegenen Besichtigungszielen statt und gehören seit Jahren zum Alltag. Wir möchten Sie daher im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit bitten, die Hinweise unserer Reisebegleitung zu beachten und Individualausflüge darauf abzustimmen. Dabei sollte auf die Mitnahme von nicht erforderlichen Wertsachen weitestgehend verzichtet werden, um kein unnötiges Risiko zu schaffen. Hinweise zu den aktuellen Gegebenheiten finden Sie auf der Homepage des Auswärtigen Amtes (www.auswaertiges-amt.de) in der Rubrik Länder- und Reiseinformationen, sowie auf den Videotextseiten des Auswärtiges Amtes und unter folgender Telefonnummer: +49-3018-172000.

Andere Völker, andere Sitten

Wie überall auf der Welt gehört es zum Anstand des Fotografen, Menschen vor dem Ablichten um deren Erlaubnis zu bitten. Normalerweise wird man Ihnen dieses gerne zugestehen. Wenn es trotzdem jemand ablehnen sollte, so tolerieren Sie bitte diese Entscheidung. Beachten Sie bitte, dass sich die südamerikanische Mentalität von der europäischen unterscheidet. Alles läuft etwas langsamer, auch wenn das Chaos auf den Straßen etwas anderes vermuten lässt. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind relative Begriffe. Es wird gerne improvisiert und warten gehört einfach dazu. Auch das Verständnis von Sauberkeit ist ein Anderes, Müll wird häufig einfach auf die Straße geworfen. Da die Menschen meist nur über kleine Häuser verfügen, spielt sich das Leben im Freien ab, gerade die Märkte sind Kinderstube und Wohnzimmer zugleich. Lärm wird nicht als solcher empfunden, sondern gehört zum Leben. Beschwerden werden häufig mit einem „no problema – kein Problem!“ abgetan und an wortreiche Versprechen kann man sich später nicht mehr erinnern.

Auch wenn Sie ein solches Verhalten nicht verstehen: es gehört zum Leben in Südamerika. Wenn Sie die Welt so kennen lernen möchten wie sie ist, müssen Sie versuchen es zu akzeptieren und sich darauf einlassen, einige Wochen in anderen als den gewohnten Verhältnissen zu verbringen. Gleichzeitig werden Ihnen aber lebenslustige, neugierige und tolerante Menschen begegnen, die Ihnen echtes Interesse entgegen bringen. Sie werden in Ihnen Begeisterung für die Schönheit und Vielfalt Südamerikas wecken und die Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen.

Literatur

Die Vorbereitung liefert schon vor der Reise ein gewisses Urlaubsgefühl. Wenn man sich vorab über Kultur, Geschichte, Natur und die Eigenheiten Brasiliens informiert, wird die Reise auf jeden Fall noch interessanter. Neben praktischen Reiseführern kann es auch interessant sein, einen Roman über Brasilien zu lesen, um so mit speziellen Aspekten des Landes vertraut zu werden. Über Brasilien gibt es viel Literatur, die folgende Liste soll Ihnen einen kleinen Überblick über das reichhaltige Angebot verschaffen:

Reiseführer/Allgemein

  • Reise Know-How Kauderwelsch: Brasilianisch Wort für Wort
  • Reise Know-How: Brasilien
  • DuMont„Richtig Reisen“: Brasilien
  • Lonely Planet: Brazil
  • APA Guide: Brasilien
  • Nelles Guide: Brasilien
  • Anders Reisen: Brasilien
  • Politik und Zeitgeschichte
  • Goerdeler, Carl D.: Kulturschock Brasilien

Romane

  • Joao Ubaldo Ribeiro: Brasilien, Brasilien
  • Jorge Amado: Die Auswanderer vom São Francisco
  • Jorge Amado: Nächte in Bahia
  • Jorge Amado: Das Verschwinden der heiligen Barbara
  • Alcy Cheuiche: Warum auf morgen warten?
  • Ojoao Ubaldo Ribeiro: Das Lächeln der Eidechse
  • John Grisham: Das Testament
  • Alex Shoumatoff: Chico Mendes, der Regenwald brennt
  • Colin Angus: Amazonas extrem, drei Männer, ein Boot, ein Abenteuer

Praktische Informationen

Transport

Die Langstreckenflüge und die Inlandsflüge haben wir bei der brasilianischen Fluggesellschaft TAM gebucht. Grundsätzlich gilt aber, dass wir uns Änderungen bezüglich der Flüge ausdrücklich vorbehalten.

Die Flugzeiten können sich kurzfristig ändern. Genaue Informationen hierzu erhalten Sie 1-2 Wochen vor Reisebeginn, zusammen mit den Flugtickets zugeschickt.

Je nach Verfügbarkeit von Plätzen und für einen Aufpreis bieten wir Ihnen Anschlussflüge ab verschiedenen deutschen Flughäfen über Frankfurt an. Ein Rail & Fly-Ticket für die An- und Abreise mit dem Zug zum Flughafen Frankfurt ist für € 75,- EUR buchbar.

Im Land selbst nutzen wir die verschiedensten Verkehrsmittel. Einen Teil der Strecke auf dem Festland und auf der Insel, legen wir in einem eigens für uns gechartertem Bus zurück. Die Straßenqualität in Brasilien ist sehr unterschiedlich und teilweise geht es ein wenig holprig zu, da nicht alle Strecken asphaltiert sind. Daher können Sie hier nicht mit Durchschittsgeschwindigkeiten wie in Deutschland rechnen. Den Amazonas und seine Nebenflüsse bereisen wir mit unterschiedlichen Booten und Schiffen. Um von Belém auf die Marajó Insel und zurück zu kommen, nehmen wir ein einfaches, öffentliches Passagierboot. Ebenso machen wir auf dem Weg nach Monte Alegre Gebrauch von einem öffentlichen Passagierschiff. Während unserer Reise im Anavilhanas-Archipel bzw. Rio Negro sind wir auf einem für Amazon Style Travel gecharterten Amazonasboot unterwegs.

Unterkunft

Bitte stellen Sie sich während der gesamten Reise auf einfache Unterkünfte ohne Komfort mit z.T. gemeinschaftlich genutzten sanitären Anlagen ein. Ob es sich nun um die Hotelübernachtung auf Marajó, um die Übernachtungen auf der Fahrt nach Santarém, in sehr einfachen Kajüten, oder um die Übernachtungen in Hängematten auf den Amazonasbooten handelt: die sanitären Anlagen und somit die Privatsphäre sind sehr beschränkt. Wenn Sie sich dessen bewusst sind, wird diese Reise jedoch zu einem ganz besonderen Abenteuer für Sie werden. Der Einzelzimmerzuschlag bezieht sich auf die Übernachtungen in den Städten (Olinda, Belém, Manaus, Monte Alegre und Rio de Janeiro), auf den Booten und in den kleineren Orten stehen keine Einzelzimmer zur Verfügung. Auf dem Linienboot Belém – Monte Alegre sind jeweils halbe 2-Bett-Kabinen für sie reserviert. Bei ungerader Teilnehmerzahl können wir nicht garantieren, dass Sie die Kabine mit einem Amazon Style Travel-Reisenden teilen.

Wir empfehlen Ihnen, einen Jugendherbergschlafsack oder Bettbezug für die  Übernachtung in den Hängematten mitzunehmen; einfache Decken werden gestellt. Moskitonetze sind nicht in allen Unterkünften vorhanden und auch nicht notwendig, wer sich aber gerne gegen andere Krabbeltiere schützen möchte, sollte ein eigenes Moskitonetz mit auf die Reise nehmen.

Verlängerung der Reise

Auf Wunsch können Sie Ihren Rückflug von Brasilien auf einen späteren Termin verschieben, sofern für den Termin Ihrer Wahl freie Plätze verfügbar sind. Wir prüfen dann, ob die Fluggesellschaft noch freie Plätze hat. Die Umbuchungskosten betragen € 50,- EUR p.P.; in manchen Fällen wird von der Fluggesellschaft ein zusätzlicher Aufschlag berechnet.

Falls Sie eine Verlängerung im Reiseland selbst wünschen, können wir Ihnen das von der Gruppe zuletzt angesteuerte Hotel in Rio de Janeiro entsprechend der Verfügbarkeit reservieren. Nicht in Anspruch genommene Leistungen der Gruppenreise wie z.B. den Transfer zum Flughafen müssen Sie in diesem Fall selbst organisieren und bezahlen.

Landprogramm

Den Preis der Reise ohne den Flug können Sie bei uns telefonisch erfragen. Wenn Sie selbstständig nach Brasilien fliegen, treffen Sie Ihre Reisegruppe im ersten Hotel Ihrer Reise, das wir Ihnen in den Reiseunterlagen bekannt geben. Sollte Ihr individueller Flug zur selben Zeit wie der Ihrer Gruppe in Recife eintreffen, können Sie die Gruppe auch gleich am Flughafen treffen, sollten uns darüber aber im Vorfeld informieren. Bei einer früheren Ankunft in Brasilien buchen wir Ihnen auch gern vorab das erste Hotel der Reise.

Mahlzeiten

Das Frühstück ist im Reisepreis inbegriffen. Neben dem Frühstück gibt es während der Bootsfahrt Belém – Monte Alegre ein Mittag- und Abendessen, ebenfalls werden Sie auf dem Amazonasboot im Nationalpark Jaú/Rio Negro an Bord voll verpflegt. Auf kulinarischem Gebiet hat Brasilien für jeden etwas zu bieten. Das Nationalgericht heißt Feijoada, das ist ein Bohnengericht mit Fleisch und wird je nach Gegend mit verschiedenen Zutaten zubereitet. Auch Fischliebhaber kommen im Urwald auf ihre Kosten. Unbedingt probieren sollten Sie die Sucos, das sind Fruchtsäfte, die es in allen Variationen gibt. Nach den Mahlzeiten trinkt man natürlich den weltberühmten brasilianischen Kaffee. Er wird in kleinen Tassen mit viel Zucker gereicht. Doch ein Besuch in Brasilien wäre unvollständig, ohne in den Genuss eines Caipirinha gekommen zu sein. Das ist ein Cocktail aus dem Zuckerrohrschnaps „cachaça“, Limetten, Zucker und Eis.

Klima und Geografie

Klima

Aufgrund der großflächigen Ausdehnung des Landes zwischen dem Äquator und dem südlichen Wendekreis sind die Klimaverhältnisse recht unterschiedlich. Man unterscheidet folgende klimatische Regionen:

Der Norden (Amazonasgebiet)

Der Norden wird geprägt vom feuchtwarmen Äquatorialklima mit ganzjährig hohen Niederschlägen und einer Luftfeuchtigkeit um 80%. Die Jahreszeiten sind fast nicht zu unterscheiden und auch die Temperaturen sind während des ganzen Jahres nicht sehr unterschiedlich. Nachts sind die Temperaturen im Dschungel überraschend angenehm, dank der Kühle des Waldes und der Brise, die über das Wasser des Amazonas streicht. In der Regenzeit von Januar bis März sind keine Reisetermine vorgesehen, aber auch in den anderen Monaten kann es zu heftigen tropischen Regengüssen kommen.

Die Nordost-Küste (Recife, Salvador)

Das Klima ist an der Küste tropisch warm. Häufige kurze Gewitterschauer sorgen für etwas Abkühlung.

Der Südosten (Rio, Ouro Preto)

Hier herrscht tropisches bis subtropisches Klima vor. In diesen Breiten machen sich die jahreszeitlichen Schwankungen bemerkbar; die jährlichen Durchschnittstemperaturen liegen an der Küste bei 18°-24°C. In den höher gelegenen Gebieten fällt die Temperatur auch unter 10°C.

São Paolo hat während des ganzen Jahres ein angenehmes Klima; in den Monaten von Juni bis August kann es in den frühen Morgenstunden jedoch noch etwas kühl sein.

Der Süden

Die kälteste Region Brasiliens wird von subtropisch mildem Klima mit Durchschnittstemperaturen um 20°C beeinflusst. Im Winter kann in den Hochebenen auch Schnee fallen.

Geographie

Brasilien ist durch seine riesigen Ausmaße und die Lage zwischen Äquator und dem südlichen Wendekreis landschaftlich sowie klimatisch sehr abwechslungsreich. Man unterscheidet grob zwei Landschaftsformen, zum einen die Ebene des Amazonasbeckens im Norden und zum anderen die Hochplateaus im Zentrum und im Süden.

Das Amazonastiefland nimmt im tropischen Norden die größte Fläche ein, wobei das ganze nördliche Gebiet geographisch sehr einheitlich ist. Der Amazonas ist, rechnet man seinen wichtigsten Quellfluss, den Rio Apurimac-Ucayali mit, der längste und auch wasserreichste Fluss der Welt. Er hat eine durchschnittliche Breite von 4-5 km, im Mündungsgebiet bei Belém sogar bis zu 250 km, wobei man sich bei dieser Breite natürlich nicht einen einzigen 250 km breiten Strom vorstellen darf, sondern sehr viele „kleinere“ Flussarme und riesige wasserüberflutete Mangrovenwälder.

Der Küstenstreifen im Nordosten des Landes ist mit seinen vielen kleinen Buchten, Riffen und Inseln besonders bei den Brasilianern ein sehr beliebtes Urlaubsziel. Das angrenzende Hochplateau ist durch den steinigen Boden und die dünne Vegetation eine gute Vorbereitung auf die karge Halbwüste im Landesinneren, die von langen Trockenzeiten beherrscht wird. Je weiter man in den Süden kommt, desto größer wird die Bevölkerungsdichte. Im Südosten befinden sich bekannterweise die großen Metropolen wie Rio de Janeiro und São Paulo, es handelt sich um die am dicht besiedeltesten Region des Landes. Der Südosten ist außerdem bekannt für seine reizvollen Hügellandschaften (serras), die eine durchschnittliche Höhe von 80-1000 m aufweisen und bei Rio de Janeiro sogar bis an die Küste reichen. Die zahlreichen Flüsse im Südosten, wie zum Beispiel der große Rio São Francisco, trennen die verschiedenen ’serras‘ voneinander.

Der südliche Teil des Landes wird von einer Hochebene beherrscht, die aber von vielen
Flusstälern unterbrochen wird. Weiter in Richtung Süden wird es immer flacher, so dass dieses Gebiet bevorzugt zur Viehzucht genutzt wird.

Auch im mittleren Westen sind es die Hochplateaus, die die Landschaft beherrschen, jedoch sind sie insgesamt viel niedriger als im übrigen Land. Diese Region ist aufgrund der Küstenferne sehr schwach besiedelt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Brasilien durch die unterschiedlichen Natur- und Kulturlandschaften als ein Land der Kontraste und Vielfalt bezeichnet werden kann.

Zeitverschiebung

Je nach Sommer- oder Winterzeit können die Zeitunterschiede zwischen Deutschland und Südamerika variieren. In Brasilien (Belém) liegt der Zeitunterschied in der Regel bei MEZ minus 4 Stunden.

Fakultative Ausflüge

Auf vielfachen Wunsch möchten wir im folgenden eine Übersicht mit voraussichtlichen Kosten für fakultative Ausflüge und einige Eintrittsgelder geben. Bitte beachten Sie, dass diese Angaben ohne Gewähr sind, da die Preise starken Schwankungen unterliegen können.

Es folgen die Ausflugsmöglichkeiten, die wir Ihnen anbieten:

Belém

  • Teatro La Paz
  • Museum Goldi
  • Papageien-Tour

Marajó

  • Fazenda Carmo
  • Kajakfahren

Monte Alegre

  • Serra do Ereré

Vale do Paraiso

  • Trekking zu Wasserfällen

Manaus

  • Oper

Rio de Janeiro

  • Corcovado und Zuckerhut
  • Jeeptour Tijucawald
  • Besuch von Favelas
  • Plataforma Sambashow
  • Fussballspiel im Maracanã-Stadion

Gepäck

Es ist für uns kaum möglich zu sagen, was Sie in Brasilien alles benötigen werden. Im Hinblick auf den vorhandenen Gepäckstauraum in Bus und Boot, bitten wir Sie nach Möglichkeit auf die Mitnahme eines sperrigen Hartschalenkoffers zu verzichten. Alle Gepäckstücke sollten mit Ihrem Namen versehen sein. Grundsätzlich möchten wir Sie jedoch darum bitten, Ihr Reisegepäck auf möglichst 12-15 Kilo zu beschränken (max. 20 Kilo Freigepäck sind für den Flug gestattet). Es ist ratsam, Kleidung für verschiedene Wetterlagen mitzunehmen, luftige Baumwollkleidung, aber auch wärmere Kleidung sowie lange Hosen und Regenkleidung, die wegen der hohen Luftfeuchtigkeit gut ventiliert sein sollten. Ebenfalls empfehlen wir eine Windjacke für kühlere Abende und komfortable Schuhe für eventuelle Wanderungen. Für die Übernachtung auf dem Amazonasboot können Sie gerne, falls vorhanden, eine eigene Hängematte mitbringen. Ebenfalls hat sich die Mitnahme eines Jugendherbergeschlafsacks oder eines Bettbezuges als sinnvoll erwiesen. Wir empfehlen Ihnen die Mitnahme eines Fernglases, um Tiere möglichst gut beobachten zu können.

Gepäck-Checkliste

  • Reisepass
  • Kopien wichtiger Dokumente
  • Flugticket
  • Geld/Reiseschecks/Kreditkarte
  • Handtuch
  • Feste Schuhe
  • Kleiner Tagesrucksack/Tasche
  • Kleine Taschenlampe
  • Reiseführer
  • Kamera und Filme/Batterie/Reiseadapter Akkus/Ladegerät
  • Hut oder Kopfbedeckung
  • Sonnenbrille/Sonnen-Creme
  • Insektenschutzmittel (z.B. Autan)
  • Persönliche Medikamente/Reiseapotheke
  • Ihr persönliches Adressenverzeichnis
  • WC-Papier für unterwegs
  • Taschenmesser (nicht ins Handgepäck!)
  • Fernglas
  • Sommerschlafsack/Bettbezug
  • Evt. Moskitonetz
  • Kleiner Regenschirm

Kommunikation

In den meisten Städten finden Sie Internetcafés, in denen Sie E-mails verschicken und empfangen können. Bitte informieren Sie sich vor der Abreise bei Ihrem Provider, ob Sie Ihr Handy benutzen können. Auf den Booten ist man nur schwer zu erreichen, aber bei Notfällen steht ein Funkgerät zur Verfügung.

Elektrizität

Mitgeführte Akkuladegeräte sollten sich automatisch der Spannung anpassen, die in den
verschiedenen Regionen Brasiliens zwischen 110V und 240V variiert. Deutsche Flachstecker können für brasilianische Steckdosen genutzt werden, ansonsten benötigen Sie einen Reiseadapter (siehe http://www.heise.de/mobil/laenderliste/details/mobil_land_327372.html). Es ist empfehlenswert, genügend Filme/Speicherkarten von zu Hause mitzubringen, da Filmmaterial in Brasilien zur Zeit sehr teuer ist.